Mensch | Natur | Abstraktion


Louise Stomps mit kleiner Skulptur im Atelier der Kumpfmühle

Dieses Motto beschreibt, was Louise Stomps - insbesondere in ihrem bildhauerischen Werk - immer angestrebt hat:

Die Versöhnung von Mensch und Natur und das Bemühen, dafür eine angemessene zeitgemäße Ausdrucksform zu finden. Dies war für sie die immer weiter entwickelte Abstraktion.


In einem kleinen Film über ihr Leben und ihre Arbeit, der 1987 im Bayerischen Fernsehen gezeigt wurde, sagt Louise Stomps dazu:

"Wenn jemand kommt, der gar nichts von abstrakter Kunst weiß oder versteht, nicht nur direkt es ablehnt, dann würde ich sagen, sie sollen sich mehr ansehen und sie sollen auf die Natur sehen und sollen sehen, dass gewisse Dinge viel mehr durch abstrakte Arbeit hervor scheinen. Die Hauptsache ist ja gar nicht, die äußere Gestalt eines Lebewesens aufzuzeigen, sondern das Innere, das Seelische. Aber der seelische Ausdruck ist der stärkste und das wird immer stärker bei diesen gegenstandslosen Arbeiten."



Louise Stomps ist als Bildhauerin bekannt geworden und sah dies als Ihre Berufung an. Arbeitete sie anfangs überwiegend in Stein, so verlagerte sich ihr Schaffen in den 1960er Jahren, nach ihrem Umzug nach Bayern, zunehmend auf das Ausgangsmaterial Holz. In den 1970er und 1980er Jahren schuf sie auch wieder vermehrt Steinskulpturen und ließ wichtige Arbeiten in Bronze gießen.

Parallel zu Ihrer bildhauerischen Arbeit  hat Louise Stomps immer auch gezeichnet und grafische Arbeiten geschaffen. Natürlich waren auch vorbereitende Studien zu bildhauerischen Projekten dabei, doch handelt es sich insgesamt um ein völlig eigenständiges Werk, das entsprechend zu betrachten und zu bewerten ist.